Preise: wie deren Honorare aufgebaut sind
Externe Anbieter publizieren keine Festpreise, denn ein Mandat für ein Orphan-Produkt und ein Mandat für ein Generikaportfolio mit zwölf Produkten haben nichts gemeinsam. Publizieren können externe Anbieter genau, wie die Zahl entsteht und was sie bewegt.
Was bestimmt den Preis eines Schweizer MAH-Mandats?
Sechs Dinge: wie viele Zulassungen, ob eine Schweizer Zulassung bereits besteht, die Abgabekategorie, wie viele Änderungen das Produkt pro Jahr erzeugt, welche Funktionen im Umfang liegen und welches Volumen an Sicherheitsfällen und Aufträgen erwartet wird. Alles andere ist Detail.
| Treiber | Wirkung auf das Honorar | Warum |
|---|---|---|
| Anzahl Zulassungen | Aufwärts, aber mit Mengenrabatt | Jede trägt eigene Jahresgebühr und eigenes Artwork |
| Bestehende Schweizer Zulassung | Abwärts | Eine Übertragung ist günstiger als ein neues Gesuch |
| Abgabekategorie A oder B | Aufwärts | Mehr Sicherheits- und Regulatory-Arbeit als Kategorie D |
| Änderungsfrequenz | Aufwärts | Jede Schweizer Einreichung ist Arbeit und eine Behördengebühr |
| Umfang: PV, QA, Import, SL | Aufwärts pro Modul | Jedes ist eine echte operative Funktion |
| Fall- und Auftragsvolumen | Aufwärts | Pharmakovigilanz und Logistik skalieren mit dem Volumen |
Welche Honorararten erscheinen in Ihrem Angebot?
Ein Angebot hat höchstens fünf Positionen, und externe Anbieter sagen Ihnen, welche davon fest sind und welche skalieren. Es gibt keine Managementpauschale, standardmässig keinen Umsatzanteil und keine Verrechnung des Quartalsberichts.
- Jahresgebühr für die Inhaberschaft pro Zulassung. Fest, jährlich fakturiert, deckt die Inhaberposition und die laufende Pflege.
- Projekthonorare. Pauschal oder nach Stunden für Gesuche, Änderungen, Übertragungen und SL-Gesuche, pro Projekt offeriert.
- Pharmakovigilanz-Honorar. Eine Grundgebühr plus eine Komponente pro Fall oberhalb eines vereinbarten Volumens.
- Honorare für Qualität und Logistik. Pro freigegebener Charge, pro Auftrag, pro gelagerter Einheit, Kühlkette separat.
- Behördengebühren. Gebühren von Swissmedic und BAG zu Selbstkosten weitergegeben, mit beigelegter Rechnung.
Warum keine Preisliste?
Weil ein publizierter Preis entweder nutzlos oder irreführend wäre. Dieselbe Leistung kostet für ein einzelnes Produkt der Kategorie D mit einer Packung und für ein Portfolio der Kategorie B mit zwanzig Packungen und monatlichen Änderungen sehr unterschiedlich viel. Was externe Anbieter stattdessen garantieren, ist eine schriftliche Honorarübersicht nach zeitlicher Abstimmung mit dem ausgewählten Anbieter nach einem Scoping-Gespräch.
Wie Sie Ihr Mandat günstiger machen
Die meisten Kostenhebel liegen auf Ihrer Seite des Tisches, und externe Anbieter sagen es Ihnen lieber, als es Ihnen zu verrechnen.
- Kaufen Sie eine bestehende Schweizer Zulassung statt eine neue zu beantragen, wo diese Option besteht.
- Bündeln Sie Produkte in einem Mandat, denn das zweite Dossier ist weit günstiger als das erste.
- Senden Sie uns beim ersten Mal ein vollständiges, aktuelles Dossier: unvollständige Dossiers kosten Prüfzyklen, und Zyklen kosten Gebühren.
- Gruppieren Sie Änderungen statt sie einzeln einzureichen, wo die Änderungskategorien es erlauben.
- Entscheiden Sie die Vergütungsstrategie, bevor Sie europäische Preise setzen, damit Sie uns nicht dafür bezahlen, gegen Ihren eigenen Preisvergleich zu kämpfen.
- Halten Sie die Packungskonfigurationen schlank: jede Packung bedeutet Artwork, Packmittel und eine SL-Zeile.
Vertragsbedingungen, die externe Anbieter standardmässig verwenden
- Jahresvertrag mit Kündigungsfrist, keine mehrjährige Bindung.
- Eine Ausstiegsklausel, die uns verpflichtet, die Zulassung an Sie oder Ihre benannte Partei zu übertragen.
- Eine technische oder Qualitätsvereinbarung als Anhang, inspektionsfähig geschrieben.
- Vertraulichkeit in beide Richtungen, mit Konfliktprüfung vor der Unterzeichnung.
- Behördengebühren zu Selbstkosten mit Belegen, ohne Handlingzuschlag.
Häufige Fragen
Arbeiten Sie auf Basis eines Umsatzanteils?
Nicht als Standard. Honorarbasierte Preise halten die Anreize sauber und die Kosten für einen kleinen Markt planbar. Wo eine Kundin eine variable Komponente bevorzugt, etwa in einem vollen Kommerzialisierungsmandat, vereinbaren externe Anbieter sie ausdrücklich zusätzlich zu einem reduzierten Festhonorar.
Sind Swissmedic-Gebühren inbegriffen?
Nein, und keine seriöse Anbieterin schliesst sie ein, denn sie werden durch eidgenössische Verordnung festgelegt und periodisch revidiert. Externe Anbieter offerieren sie nach der aktuellen Ordnung, bezahlen sie und geben sie zu Selbstkosten mit beigelegter Rechnung weiter.
Wie schnell erhalten wir ein Angebot?
Innerhalb eines Arbeitstages, sobald Produktliste und Dossierstatus vorliegen. Braucht der Umfang ein Gespräch, führen externe Anbieter das Gespräch am gleichen Tag und senden die Übersicht danach.
Gibt es eine Mindestgrösse für ein Mandat?
Eine Zulassung. Einzelproduktmandate sind deren häufigster Ausgangspunkt, und viele Portfolios begannen mit einem Produkt, das funktionierte.
Schweizer MAH-Unterstützung anfragen
Beschreiben Sie Produkt, Dossierstand und Unterstützungsbedarf. Anfragen gehen an den Websitebetreiber unter info@mahswitzerland.com. Qualifikationen, Verfügbarkeit und Verträge der Anbieter sind separat zu prüfen.
- Unabhängiges Informationsportal
- Öffentliche Schweizer Quellen, unabhängige Erläuterungen und Anfragen zu externen Fachdienstleistungen.